Fahrzeuguntersuchungen

Jeder Autofahrer kennt den TÜV, der alle 2 Jahre (bei Neuwägen das erste Mal nach 3 Jahren) gemacht werden muß. Der Gesetzgeber nennt diese Inspektion Hauptuntersuchung (HU). Davon sind selbstverständlich Kraftomnibusse (KOM) nicht ausgenommen. Im Gegenteil - jeder KOM muß alle 12 Monate zur HU, bei der - wie beim PKW auch - sämtliche sicherheitsrelevanten Teile untersucht und kontrolliert werden. Neben einer Sicht- und Funktionskontrolle der Bremsanlage wird hier auch die Fahrzeugbeleuchtung, Einstiegsbeleuchtung, Vollzähligkeit der Nothämmer, Bereifung und der Einklemmschutz der Drucklufttüren kontrolliert. Bei Beanstandungen ist der Halter des Fahrzeugs verpflichtet, diese innerhalb von vier Wochen instand zu setzen.

Um dem gesteigerten Sicherheitsbedarf für Fahrzeuge zur Personenbeförderung gerecht zu werden, schreibt der Gesetzgeber neben der alljährlichen HU noch die sogenannte Sicherheitsprüfung (SP) vor. Die Intervalle der SP richten sich nach dem Alter des Fahrzeugs. Damit muß ein Omnibus erstmals 18 Monate nach seiner Erstzulassung zur SP. Das nächste Mal nach weiteren 12 Monaten. Ist ein Omnibus älter als 3 Jahre, muß alle 3 Monate eine Sicherheitsprüfung durchgeführt werden, wobei eine fällige HU die SP beinhaltet.

Damit die Einhaltung der vorgeschriebenen Intervalle einfach kontrolliert werden kann, werden sowohl für die HU als auch für die SP Plaketten an der Rückseite des Fahrzeuges angebracht. Die Plakete für die HU ist so wie beim PKW auf dem hinteren Nummernschild angebracht. Die Plakette für die SP befindet sich auf einem silbernen Aufkleber. Die Pfeilrichtung der Plakette gibt Auskunft über die nächste fällige SP. Um Manipulationen zu verhindern, sind die letzten 8 Zeichen der Fahrgestellnummer auf dem Aufkleber vermerkt.